Dienstag, 21. November 2017

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Zwei Gruppen legen erfolgreich THL-Leistungsprüfung ab lpthl

Zwei Gruppen der Freiwilligen Feuerwehr Garching stellten sich den Anforderungen der Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ am Donnerstag, den 30. Oktober 2014 in Garching. Die Abnahme der Prüfung erfolgte durch ausgebildete Schiedsrichter im Auftrag der Kreisbrandinspektion München. Nach einem von der Feuerwehr Garching entwickelten und bewährtem Übungskonzept trainierten und übten die Gruppen an einem Samstag den ganzen Tag intensiv auf diese Prüfung, welche nur im zwei Jahres Rhythmus abgelegt werden kann und insgesamt 6 Stufen beinhaltet (die Endstufe kann somit frühestens in 12 Jahren erreicht werden).

Sechs Prüflinge nahmen das erste Mal an der Prüfung teil und erhielten dafür das Leistungsabzeichen in Bronze, welches zur Ausgehuniform getragen werden darf. Neun weiteren Kandidaten konnten Leistungsprüfungsabzeichen in Silber und Gold (verschiedener Stufen) vergeben werden. Zur Prüfung stellten sich:                                                        

Stufe 1: Engelhardt Martin, Hammerl Andreas, Kirik Fabian, Koch Lukas, Schuster Philipp, Wanninger Markus
Stufe 2: Chemnitz Tobias, Dieterich Alexander, Koch Kerstin, Mayr Dominik, Stephan Andreas, Zehner Tobias
Stufe 3: Erler Thomas, Storch Sebastian
Stufe 4: Schlesinger Benjamin

Sinn und Zweck dieser Leistungsprüfung ist das Einüben des geordneten Vorgehens bei der technischen Hilfeleistung z.B. bei einem Verkehrsunfall. Die Aufgabe bei dieser Leistungsprüfung ist es den Rettungsspreizer und die Rettungsschere in Einsatz zu bringen. Dazu gehört gleichzeitig eine Ausleuchtung der "Unfallstelle" mit zwei Flutlichtstrahlern, das fachmännischen Absperren der Einsatzstelle mit entsprechenden Absperrleuchten und -hüten und das Aufbauen einer Wasserversorgung zur Absicherung der Unfallstelle gegen Brandgefahr.

Zusätzlich wird die Gruppe über Gerätekunde abgefragt; der Gruppenführer muss einen Fragebogen korrekt beantworten. Beim Geräteaufbau während der Prüfung wird vor allem auf den korrekten Ablauf und die Inbetriebnahme der benötigten technischen Geräte geachtet sowie die Befehlsgebung bewertet. Zusätzlich wird die Zeit für das Erledigen der Aufgaben gestoppt.

Ein bestimmtes Zeitfenster darf nicht überschritten aber auch nicht unterschritten werden, sonst gilt die Prüfung als nicht bestanden oder es gibt entsprechend Fehlerpunkte, deren Anzahl selbstverständlich begrenzt ist.

Die Gruppe, welche immer aus neun Mann besteht, wird für die Aufgaben in folgende Funktionen aufgeteilt:

  • Angriffstrupp (2 Mann)
  • Wassertrupp (2 Mann)
  • Schlauchtrupp (2 Mann)
  • Melder (1 Mann)
  • Maschinist (1 Mann)
  • Gruppenführer (1 Mann)

Die Bezeichnung der Trupps (z.B. Wassertrupp) rührt aus der schon seit jeher durchgeführten Leistungsprüfung „Löschangriff“ her, obwohl der Wassertrupp hier auch noch andere Aufgaben übernimmt, als nur Wasser bereitzustellen und der Schlauchtrupp eine andere Aufgabe hat als Schläuche zu verlegen, wie in der Leistungsprüfung „Löschangriff“ gefordert.

Die Positionen und die Aufgaben jedes Trupps werden vor der Prüfung ausgelost, d.h. jeder der an der Prüfung teilnimmt muss jede Position – außer den Positionen des Gruppenführers und des Maschinisten, die fest vergeben sind – beherrschen. Dies bedarf natürlich einigen Übungsaufwands.

Ablauf der Prüfung bzw. die Aufgaben der einzelnen Trupps:

  1. der Angriffstrupp nimmt das Hydraulikaggregat für den Spreizer- und die Rettungsschere vor, danach den Spreizer und die Rettungsschere selbst.
  2. der Wassertrupp sichert die Unfallstelle mit entsprechendem Verkehrssicherungsgerät nach den geltenden Richtlinie für den Straßenverkehr ab, danach baut er eine Wasserversorgung auf und steht für einen möglicherweise ausbrechenden Brand an der Unfallstelle mit Löschgerät bereit.
  3. der Schlauchtrupp entnimmt mit dem Maschinisten das Stromaggregat und erstellt danach die Ausleuchtung der angenommenen Unfallstelle mit zwei Flutlichtstrahlern (eine Schlüsselposition bei der Leistungsprüfung Technische Hilfe, da bei diesem Trupp der größte Zeitdruck herrscht und erst mit der Arbeit des Angriffstrupps begonnen werden darf, wenn die Ausleuchtung der Unfallstelle funktioniert!)
  4. der Melder übernimmt die Bedienung des Hydraulikaggregates für Spreizer und Schere.
  5. der Maschinist nimmt das Stromaggregat und die Feuerlöschkreiselpumpe des Löschfahrzeuges in Betrieb und überwacht beides.
  6. der Gruppenführer "führt" die Gruppe an, gibt den Trupps die entsprechende Befehle und überwacht den Aufbau.

Die Feuerwehr Garching gratuliert allen Teilnehmern herzlich zum Leistungsabzeichen Technische Hilfeleistung 2014!

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